Flüchtlingsarbeit in Baden-Württemberg

Film: "Flucht! - Dublin funktioniert nicht"

Udo Dreutler, stellvertretender Vorsitzender des Karlsruher Vereins "Freunde für Fremde" stellt in seinem Film "Flucht! - Dublin funktioniert nicht" Europas Flüchtlingspolitik aus der Sicht der Betroffenen dar. Darin dokumentiert er die Flucht eines Nigerianers nach Italien, die Zustände in Catania (Sizilien), dem größten Flüchtlingslager Europas, sowie die Rücküberstellung eines Gambiers nach Italien. Der Film hat eine Laufzeit von einer Stunde und ist überwiegend in englischer Sprache mit deutschen Untertiteln. Der Preis des Filmes beträgt 25 € für eine DVD und 28 € für eine BluRay-DVD. Auf Wunsch und nach vorheriger Absprache kann auch eine Vorführung mit anschließender Diskussion gebucht werden. Näheres dazu unter kontakt@dreutler.de.

Bild: Renate Huober

Mahnwache in Ellwangen protestierte gegen EU-Türkei-Abkommen

Bericht / Presseerklärung von Gerhard Schneider (Mahnwache Ellwangen)

Scharf kritisierten die RednerInnen aus dem Kreis der aufrufenden Gruppen bei der Mahnwache am vergangenen Samstag (16. April) in Ellwangen die verantwortungslose Politik, mit der die EU-Mitgliedsstaaten versuchten, ihre Länder vor den Menschen auf der Flucht abzuschotten, statt ihnen zu helfen und die Fluchtursachen zu bekämpfen. Gudrun Loeffler (Aktionsbündnis Mahnwache), Karin Böhme (Friedenskreis der ev. Kirchengemeinde), Pater Reinhold Baumann (Comboni-Missionare), Renate Huober (Freundeskreis Asyl) und Josef Baumann (Ellwanger Friedensforum) verurteilten das Abkommen zwischen der EU und der Türkei als Verstoß gegen die Genfer Flüchtlingskonvention und die UN-Menschenrechtscharta. Europa verabschiede sich mit diesem Vertrag (von dem nicht einmal eine deutsche Fassung vorliege) von seinen Werten, empörten sich die SprecherInnen.

Hinweis: "Das Flüchtlingsdrama: Ein Appell zum Umsteuern. In Europa und in Deutschland"

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Konfliktsensitive Flüchtlingsarbeit

Ein Workshopangebot der Berghof-Stiftung für ehrenamtlich Engagierte

Flüchtlingsarbeit braucht langen Atem. Dazu gehören die Bereitschaft und die Fähigkeit, mit Konflikten konstruktiv umgehen zu können. Denn Konflikte sind alltäglicher Bestandteil des Zusammenlebens von Menschen. Sie treten überall dort auf, wo verschiedene Bedürfnisse und Interessen aufeinandertreffen oder Situationen unterschiedlich wahrgenommen und bewertet werden.

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Mannheim: Supermarkt auf LEA-Gelände eröffnet

In der Landeserstaufnahmeeinrichtung im Benjamin Franklin Village (BFV) hat ein kleiner Supermarkt eröffnet. Die Bewohner sollen hier Produkte des täglichen Bedarfs erwerben können. Das Angebot nimmt auf die Bedürfnisse der Zielgruppen Rücksicht. So werden Lebensmittel halal zubereitet. Im Sortiment sind z. B. frisches Obst und Gemüse, Süßigkeiten oder Backwaren wie Baklava, Börek oder Sesambrezeln. Auch Artikel wie Tabakwaren, Mobilfunkkarten oder Drogerieartikel werden verkauft. Zudem gibt es eine Imbisstheke. Alkoholische Getränke werden dagegen nicht angeboten. Derzeit sind etwa 2.134 Asylsuchende (Stand: 11.4.2016) im Mannheimer Stadtgebiet untergebracht, die meisten davon im BFV. Im Herbst 2015 waren es zeitweise noch bis zu 15.000 Personen.

Projekt „Kunterbunt“ für Kinder und Jugendliche – Aktion Integration Ludwigsburg

Jeden Mittwoch von 16:00 – 18:00 Uhr in der freien evangelischen Gemeinde

Aktion Integration ist ein Verein, der AsylbewerberInnen im Raum Ludwigsburg ermöglicht, kulturell und sprachlich an der Gesellschaft teilzuhaben. Unter anderem bietet er deswegen das Projekt „Kunterbunt“ für Kinder und Jugendliche zwischen 5 und 13 Jahren aus verschiedenen Ländern an. Die Gruppe spielt, bastelt und bäckt gemeinsam und bekommt Geschichten aus der Bibel vorgelesen.

  • Ort & Zeit: Jeden Mittwoch von 16:00 - 18:00 Uhr in der Friedensstraße 35, Ludwigsburg
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  • Kontakt: kiju@aktionintegration.de

Das Forum Azilon stellt sich vor

Motivation: Menschenunwürdige Situationen in Herkunftsländern

Das Forum Azilon aus Konstanz stellt sich im Südkurier vor. Jürgen Weber berichtet über die Motivation und Ziele der neu gegründeten Flüchtlingsinitiative. Morgen startet die vom Forum Azilon organisierte Vortragsreihe mit einem Vortrag zu den neuesten Asylrechtverschärfungen. Sebastian Röder vom Flüchtlingsrat wird als Referent auftreten. Los geht es um 19.30 Uhr im Treffpunkt Petershausen. 

Sprachpatenschaften zwischen Geflüchteten und Studierenden an der Universität Stuttgart

Erstes Treffen am 12. April 2016 um 17:30, Keplerstraße 17, 70174 Stuttgart

Ab April bietet die Universität Stuttgart Sprachpatenschaften an. Über 3 Monate unterstützen Studierende Geflüchtete in Kleingruppen beim Deutschlernen. Bücher und sonstige Materialien werden von der Universität bereitgestellt.

Verbindungslehrer ist Stuttgarter des Jahres

Für die Organisation einer Hausaufgabenhilfe für Flüchtlingskinder wurde Dominik Braun, Verbindungslehrer an einem Gymnasium in Stuttgart-Möhringen, zum Stuttgarter des Jahres ernannt. Etwa 30 seiner Schüler und Schülerinnen unterstützen mehrmals in der Woche Flüchtlingskinder in Einzelbetreuung.

Geflüchteten Kindern eine Stimme geben

Hoffnungsträger Stiftung stellte Studie in Berlin vor

Quelle: Pressemitteilung der Hoffnungsträgerstiftung vom 18.03.2016

Leonberg/Berlin. Die Hoffnungsträger Stiftung ist Mitherausgeber einer Studie zu geflüchteten Kindern. Sie trägt den Titel „Angekommen in Deutschland - wenn geflüchtete Kinder erzählen“. Federführend für die Studie, die am heutigen Freitag auf einer Pressekonferenz in Berlin vorgestellt wurde, ist das Kinderhilfswerk World Vision. Neben World Vision und der Hoffnungsträger-Stiftung haben die Goethe-Universität Frankfurt, das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, die Aktion Integration (aki) Ludwigsburg und die von Steffi Graf gegründete Stiftung „Children for Tomorrow“ an der Entstehung der Studie mitgewirkt.

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Wie kann man Schutzsuchenden helfen?

Info-Veranstaltung der AG Flüchtlingshilfe in Karlsruhe

„Was tun! Aber was?“, war der Titel einer Veranstaltung der AG Flüchtlingshilfe Karlsruhe, die Teil der „Wochen gegen Rassismus“ war. Nach wie vor besteht ein großer Bedarf an ehrenamtlichem Engagement in der Flüchtlingsarbeit. Mit der Veranstaltung sollte einerseits die geleistete herausragende Arbeit der Karlsruher Ehrenamtlichen gewürdigt und gleichzeitig interessierte Bürger mit ihnen zusammen gebracht werden. Neben der aktuellen politischen Situation in Deutschland und Europa, die Angelika von Loeper, Sprecherratsmitglied der AG Flüchtlingshilfe sowie 1. Vorsitzende des Flüchtlingsrats BW, kritisch kommentierte, wurden verschiedene neue Projekte in Karlsruhe vorgestellt.