Flüchtlingsarbeit in Baden-Württemberg

Neugründung: Bündnis für Bleiberecht

Mitglieder von lokalen Gruppen der Flüchtlingshilfe, antirassistischen Initiativen und Parteien aus der Region Oberschwaben und Bodensee haben sich Ende Mai zu einem  BÜNDNIS FÜR BLEIBERECHT OBERSCHWABEN-BODENSEE GEGEN ABSCHIEBUNGEN IN KRIEGS- UND KRISENGEBIETE zusammengeschlossen.

 

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BMI: Aufenthaltserlaubnis muss auch bei sub. Schutz und Abschiebungsverbot ohne Pass erteilt werden

In der Vergangenheit forderten Ausländerbehörden im Rahmen der Erteilung bzw. Verlängerung  einer Aufenthaltserlaubnis gemäß  § 25 Abs. 2 S. 1, 2. Alternative (subsidiärer Schutz) sowie § 25 Abs. 3 AufenthG (Vorliegen eines Abschiebungsverbots nach § 60 Abs. 5 oder 7 AufenthG) die Vorlage eines Passes. Das Bundesinnenministerium hat nun klargestellt, dass diese Praxis widerrechtlich ist. Dieses Thema wurde im Rahmen der Ausländerreferententagung mit den Ausländerbehörden besprochen und es wird von Seiten des Ministeriums davon ausgegangen, dass zukünftig keine Probleme mehr auftauchen sollten.

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Die Stuttgarter Netzwerkkarte: Angebote für junge Flüchtlinge

Das Stuttgarter Arbeitsbündnis Jugend und Beruf hat eine Broschüre herausgebracht, welche sich an Personen richtet, die mit jungen Flüchtlingen zwischen 15 und 27 Jahren arbeiten. Die Stuttgarter Netzwerkkarte - so der Name - bietet Informationen zu passenden Angeboten, Organisationen und Ansprechpartnern in den Themenbereichen "Übergang Schule - Beruf", "Freizeit unf Alltag", "Soziale und psychologische Unterstützung" und "Rechtliche Fragen".

Afghanische Flüchtlinge aus dem Landkreis Konstanz formulieren einen Hilferuf

Um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, haben sich rund 40 afghanische Flüchtlinge aus dem Landkreis Konstanz zusammengetan und einen Hilferuf an die deutsche Politik formuliert. Dieser liegt nun in deutscher Übersetzung und in Flyerform vor und darf gerne weiterverbreitet werden.

Geflüchtete aus Syrien sammeln weiter Unterschriften zur Erleichterung der Familienzusammenführung

Immer mehr Syrer*innen bekommen in Deutschland nur noch den subsidiären Schutzstatus zugesprochen. Damit bleibt ihnen bis März 2018 die Möglichkeit verwehrt, ihre Familien über den Familiennachzug nach Deutschland zu holen. Gegen die Aussetzung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte und für die Erleichterung der Familienzusammenführung haben geflüchtete Syrer*innen aus dem Raum Stuttgart und Umgebung vom 3. bis 7. April eine Mahnwache auf dem Schlossplatz in Stuttgart abgehalten. Dort haben sie aus verschiedenen Richtungen viel Aufmerksamkeit und Unterstützung für ihr Anliegen erfahren. Von der großen Zustimmung ermutigt haben die Teilnehmenden beschlossen, ihre Unterschriftenaktion auszuweiten und noch bis zum 14. Mai Unterschriften zur Erleichterung der Familienzusammenführung zu sammeln.

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Netzwerk Südbaden

Protokoll zum zweiten Netzwerktreffen Südbaden am 22. April 2017

Am 22. April 2017 hat sich das Netzwerk Südbaden getroffen und über konkrete Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu den Themen Unterbringung, Selbstorganisation, Abschiebung und Relocation ausgetauscht.

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Stuttgart: Mahnwache für Familienzusammenführung

Syrische Geflüchtete und Unterstützer*innen setzten ein Zeichen

Geflüchtete aus Syrien wollen mit einer Mahnwache auf dem Stuttgarter Schlossplatz ein Zeichen setzen gegen die Aussetzung des Famileinnachzuges für subsidiär Schutzberechtigte. Die Änderung der Entscheidungspraxis bei Menschen aus Syrien und die Einschränkung des Familiennachzuges für Menschen mit subsidiärem Schutz hat dazu geführt, dass zahlreiche Menschen aus Syrien ihre Familien nicht auf legalem Weg nachholen können. Vom 3. bis 7. April wollen Betroffene und Unterstützer*innen jeweils von 12 bis 19 Uhr auf dem Schlossplatz in Stuttgart eine Mahnwache abhalten.

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Zugangskontrollen und Datenerfassung an der Geflüchtetenunterkunft

Antira-Netwerk Baden-Württemberg will Informationen zur Praxis der Eingangskontrollen zusammentragen

Das Antira-Netzwerk Baden-Württemberg sammelt Informationen über die Praxis der Zugangskontrollen zu Geflüchtetenunterkünften. Das Netzwerk weist darauf hin, dass in einigen Erstaufnahmeeinrichtungen und Unterkünften eine sehr restriktive Praxis herrscht. Deshalb werden nun Informationen darüber gesammelt, wo in Baden-Württemberg überall Eingangskontrollen existieren.

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Kostenlose Webadresse und Webspace für Flüchtlingsprojekte

Der Arbeitskreis Asyl Albstadt stellt das Format seiner Webpräsenz anderen ehrenamtlichen Initiativen im Flüchtlingsbereich kostenlos zur Verfügung. Mit dabei ist eine Webadresse sowie ausreichend Webspace zur Vorstellung der eigenen Projekte und Initiativen. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden sich auf der Seite www.ak-asyl.net.

Förderprogramm zur Qualifizierung Ehrenamtlicher in der Flüchtlingshilfe

Neuauflage des Aktionsfonds "Qualifiziert. Engagiert"

Im Rahmen des Aktionsfonds können auch 2017 Schulungsmaßnahmen für in der Flüchtlingsarbeit Engagierte gefördert werden, z.B. interkulturelle Trainings oder Fortbildungen zu den asylrechtlichen Rahmenbedingungen. Antragsberechtigt sind Kommunen, eingetragene Vereine, in der Flüchtlingshilfe aktive Träger sowie lokale Initiativen. Neu im Vergleich zu 2016 ist, dass Anträge nun ohne bestimmte Fristen laufend bei der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg gestellt werden können, solange die Veranstaltungen bis zum 30. Juni 2017 stattfinden. Förderrichtlinien und Antragsformulare sind auf der LpB-Homepage zu finden.